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Netzsperren gegen illegale Glücksspielangebote: Bundesländer verabschieden Reform des Glücksspielstaatsvertrags

Jakob Schmitz · Jul 22, 2026

Netzsperren gegen illegale Glücksspielangebote: Bundesländer verabschieden Reform des Glücksspielstaatsvertrags

Illustration zu Netzsperren bei illegalen Online-Glücksspielseiten in Deutschland

Die Bundesländer haben Reformen am Glücksspielstaatsvertrag von 2021 beschlossen und verlangen von Internetanbietern wie Vodafone oder Telekom DNS-Sperren für illegale Glücksspielseiten einschließlich unlizenzierter Slots ab Mai 2026 während die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder die Sperrlisten nach Ablauf der EU-Notifizierungsfrist ohne Einwände pflegt und aktualisiert.

Die Maßnahme zielt darauf ab den Schwarzmarkt einzuschränken und verlagert die Verantwortung nicht allein auf Inhalteanbieter sondern erweitert sie auf Zugangsvermittler die künftig blockierte Domains nicht mehr auflösen dürfen.

Hintergründe zum bestehenden Glücksspielstaatsvertrag

Seit Inkrafttreten des Vertrags im Jahr 2021 regelt der Glücksspielstaatsvertrag die Lizenzierung und Überwachung von Online-Glücksspielen in Deutschland wobei die GGL als zentrale Aufsichtsbehörde für die Erteilung von Erlaubnissen und die Kontrolle lizenzierter Anbieter zuständig ist während unlizenzierte Plattformen weiterhin ohne Genehmigung operieren und den illegalen Markt bedienen.

Beobachter haben festgestellt dass der Schwarzmarkt trotz bestehender Regelungen weiterhin aktiv bleibt und Nutzer auf nicht genehmigte Slots sowie andere Angebote zugreifen ohne die vorgeschriebenen Schutzmechanismen wie Einzahlungslimits oder Spielsuchtprävention zu berücksichtigen.

Details der beschlossenen Reform und DNS-Blockaden

Die neuen Regelungen sehen vor dass Internetzugangsanbieter ab Mai 2026 DNS-Sperren für Domains umsetzen müssen die auf einer von der GGL bereitgestellten und regelmäßig aktualisierten Liste illegaler Glücksspielseiten stehen und dabei handelt es sich um technische Maßnahmen die verhindern dass Nutzer über Standard-DNS-Auflösungen auf diese Angebote zugreifen können.

Die Liste entsteht nach dem Ende der EU-Standstill-Periode ohne Beanstandungen und umfasst unter anderem Seiten mit unlizenzierten Slot-Spielen sowie weitere nicht genehmigte Glücksspielangebote während die Aktualisierung durch die GGL kontinuierlich erfolgt um neue illegale Plattformen zu erfassen.

Die Rolle der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder

Die GGL übernimmt die Erstellung und Pflege der Sperrlisten und koordiniert damit die technische Umsetzung der DNS-Blockaden bei den Zugangsanbietern wobei die Behörde bereits über Erfahrungen mit der Überwachung lizenzierter Anbieter verfügt und nun zusätzlich für die Identifikation illegaler Angebote zuständig wird.

Grafik zur Umsetzung von DNS-Sperren durch Internetprovider und GGL-Listen

Experten haben angemerkt dass diese Erweiterung der Aufgaben der GGL eine engere Zusammenarbeit mit Telekommunikationsunternehmen erfordert um die Sperren effektiv und rechtssicher umzusetzen während die Verantwortung für Inhalte weiterhin bei den Betreibern illegaler Seiten bleibt.

Zeitplan für die Umsetzung bis 2026

Die DNS-Blockaden treten ab Mai 2026 in Kraft und bis dahin bereitet die GGL die ersten Sperrlisten vor während die EU-Notifizierungsfrist bereits abgeschlossen ist und keine Einwände eingegangen sind sodass die technischen Vorbereitungen bei den Internetanbietern beginnen können.

Im Juli 2026 werden erste Auswertungen zur Wirksamkeit der Maßnahmen erwartet und Beobachter verfolgen wie sich der Zugang zu illegalen Angeboten verändert nachdem die Sperren flächendeckend aktiviert sind.

Zielsetzung der Reform und Auswirkungen auf den Markt

Die Reform bezweckt eine Eindämmung des Schwarzmarkts indem der technische Zugang zu illegalen Plattformen erschwert wird und gleichzeitig die Verantwortung auf Internetzugangsanbieter ausgedehnt wird anstatt sie ausschließlich bei Inhalteanbietern zu belassen.

Berichte von GamesHub zeigen dass diese Maßnahme Teil einer breiteren Strategie ist um den regulierten Markt zu stärken und Nutzer zu lizenzierten Angeboten zu lenken während technische Sperren als ergänzendes Instrument dienen.

Schlussfolgerung

Die beschlossenen Änderungen am Glücksspielstaatsvertrag markieren eine Erweiterung der regulatorischen Instrumente in Deutschland wobei die DNS-Sperren ab Mai 2026 durch die GGL gesteuert werden und Internetanbieter in die Pflicht genommen werden während die kontinuierliche Aktualisierung der Listen eine Anpassung an neue illegale Angebote ermöglicht.